Plötzlicher auftretender Blackscreen (schwarzer Bildschirm)

In diesem Tutorial geht es um einen plötzlich auftretenden schwarzen Bildschirm während des Betriebes. Das bedeutet in einem Moment haben Sie noch ein Bild und plötzlich wechselt der Monitor auf NO SIGNAL und Ihnen bleibt keine andere Wahl, als den PC neu zu starten.

Aber ein Neustart bringt nur kurz eine Lösung und der Blackscreen tritt immer schneller auf in immer kürzer werdenden Abständen auf.

Sollten Sie diese Symptomatik haben, dann sind Sie hier genau richtig.

Dieser plötzlich auftretende Blackscreen kann folgende Ursachen haben:

Eine defekte oder nicht mehr ausreichende Prozessorkühlung

Die Lösung des Problems

Schritt 1) Säubern Sie das PC Innere

Schließen Sie alle Kabel, welche zum PC führen, ab. Öffnen Sie beide Seitendeckel (falls möglich). Die Reinigung selbst sollte mittels eines Kompressors durchgeführt werden (kann aber im Notfall auch mit einem Staubsauger gemacht werden). Bei der Arbeit mit einem Kompressor empfiehlt es sich ins Freie zu gehen, um den Staub nicht überall in der Wohnung oder im Haus zu verteilen.

Tipp! Achten Sie darauf, dass Sie alle Kühlkörper bzw. Lüfter reinigen. Vergessen Sie dabei nicht auf das Netzteil, den CPU Kühler, die Grafikkarte und zusätzliche Gehäuselüfter. 

Wichtig! Alle Lüfter (Fans) müssen Sie mit einer Hand anhalten und fixieren, damit diese nicht durchdrehen bei Kontakt mit der Pressluft. Dies würde sonst dazu führen, dass der Lüfter nachher defekt ist oder unangenehme Klacker-Geräusche von sich gibt.

Bei der Arbeit mit einem Staubsauger kann das nicht passieren, allerdings ist die Reinigungsleistung dabei sehr bescheiden. Klebriger Staub und Schmutz kann nur durch mehrere starke Luftstösse entfernt werden.

Schritt 2) Laden Sie sich Testprogramme herunter

Alle Lüfter und Kühlkörper sind nun wieder frei von Dreck und Schmutz.

Nun können Sie die zuvor geöffneten Deckel wieder schließen und verschrauben, die Verkabelung wiederherstellen und den PC wieder hochfahren.

Anschließend starten wir in die Testphase. Dazu benötigen wir 3 Programme:

Coretemp, Prime95 und Furmark

Tipp! Einfach nach den Programmen googeln. Auf der Website von Chip werden Sie für alle Softwareprodukte fündig. Suchbefehl z.B. “coretemp +chip +download”

Achten Sie bei der Installation darauf eine benutzerdefinierte Installation durchzuführen. Oft kommt es sonst nämlich vor, dass bei einer automatischen Installation von Freeware Produkten Zusatzsoftware mitinstalliert wird. Lesen Sie genau, welche Entscheidungen bei der Installation zu treffen sind, so können Sie ungewollte Programminstallationen verhindern.

Prime95 – dient dazu, um eine gewollte Prozessorbelastung herbeizuführen

Furmark – mithilfe dieses Programmes können Sie die Grafikkarte belasten und testen

Coretemp – dient der Überwachung der CPU Temperaturen

Schritt 3) PC Einstellungen ändern

Deaktivieren Sie die Energiesparoptionen, sodass Ihr PC nach 15 Minuten Test nicht in den Standby Modus wechselt.

Tipp! Eventuell sollten Sie auch die Internetverbindung sowie sämtliche Sicherheitssoftware für die Testphase deaktivieren. Streng eingestellte Sicherheitssoftware kann Sie bei der Ausführung der Tests behindern.

Schritt 4) Testprogramme starten

Starten Sie alle drei zuvor heruntergeladenen Programme. Sortieren Sie die Programme auf Ihrem Desktop so, dass Sie alle Programme im Überblick haben.

Um Coretemp zu starten. müssen Sie das Programm lediglich ausführen.

Bei Prime95 klicken Sie nach dem Öffnen einfach auf „Just Stress testing“. Danach öffnet sich ein anderes Fenster. Bei diesem ist im Normalfall BLEND vorausgewählt dh. Sie müssen lediglich mit OK bestätigen und sofort startet der Belastungstest. Sie erkennen das an all den startenden Fenstern mit den grünen Symbolen.

Diese Symbole sind zugleich Hinweis darauf, wie es um den gegenwärtigen Zustand des Belastungstest steht. Verfärben sich diese Symbole nämlich rot, dann war ein Test nicht erfolgreich und Sie haben eventuell eine Fehlerquelle ausfindig gemacht.

Furmark starten Sie, indem Sie den großen Button „Burn-in Test“ betätigen. Es öffnet sich anschließend eine bewegte 3D Animation. Sollte diese Grafik einfrieren, so kann das ebenfalls auf Probleme hinweisen.

Sie sollten nun sehen wie Furmark im 3D Modus seine Animationen ablaufen lässt, Coretemp die Temperaturen anzeigt und Prime95 alle Fenster auf Status grün laufen lässt. Machen Sie zudem den Taskmanager auf, können Sie unter der Registerkarte “Leistung” sehen, wie Ihr PC belastet wird.

Lassen Sie den Test ca. 1 Stunde laufen.

Folgendes darf in dieser Zeit nicht passieren:

Coretemp: Die Temperatur steigt auf bzw. über 89°

Dieser Wert wäre deutlich zu heiß und würde bedeuten, dass eine Reinigung des CPU Kühlers keine Verbesserung brachte. Hier muss eine Nachbesserung bei der CPU Kühlung stattfinden.

Tipp! In seltenen Fällen kommt es vor, dass der CPU Kühler nicht mehr korrekt auf der CPU sitzt. Prüfen Sie ggfs. durch rütteln am Kühlkörper ob dieser fest auf der CPU sitzt. Versuchen Sie auch zu erkennen, ob ein Spalt zwischen CPU und Kühlkörper ist. Sollten Sie etwas entdecken, so versuchen Sie die Probleme zu beseitigen oder nehmen Sie umgehend mit einem EDV Techniker Kontakt auf.

Furmark: Das Bild friert ein, fällt aus oder stottert stark

Das kein ein Hinweis darauf sein, dass ein Grafiktreiber oder die Grafikkarte selbst defekt sind. Testen Sie einen anderen Grafiktreiber und starten Sie den Test erneut.

Prime95: Ein oder mehrere Fenstersymbole sind rot

Ein oder mehrere CPU Kerne sind unter der Belastung ausgefallen! In diesem Fall müssen Sie von einem Hardwarefehler ausgehen. Nehmen Sie bitte Kontakt mit einem versierten EDV Techniker auf.

Laufen alle Test erfolgreich ohne Probleme 1 Stunde durch, so können Sie nun davon ausgehen, dass die Reinigung zur Problembeseitigung führte. Ihr System läuft stabil und es kann kein Fehler an der primären Hardware ausgemacht werden. Sollte Ihr PC dennoch ausfallen und einen Blackscreen liefern, achten Sie genau darauf, welche Arbeitsschritte zuvor unternommen wurden, wodurch es zum Blackscreen kam. Oft kann auch eine zusätzliche andere Hardware schuld oder schlicht der Monitor oder dessen Anschlusskabel defekt sein.

 

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